(1) Es ist rechtsextrem, Menschen wegen körperlicher Abstammungsmerkmale zu klassifizieren und zu diskriminieren.

 

(2) Es ist rechtsextrem (aber auch linksextrem), den demokratischen Rechtsstaat oder die Gleichheit aller Staatsbürger vor dem Gesetz abschaffen zu wollen, mit welchen Mitteln auch immer.

 

(3) Es ist rechtsextrem (aber auch linksextrem), Meinungen, die der eigenen widersprechen, auf anderen als argumentativen Wegen unterdrücken und zum Schweigen bringen zu wollen.

 

(4) Es ist nicht rechtsextrem, zu behaupten, die Integrationsfähigkeit Deutschlands, angefangen bei Kindergärten, Schulen und Wohnungsbau, sei überfordert und die Zuwanderung müsse durch Sicherung der Grenzen und durch Verringerung der Anziehungsfaktoren schnell und wirksam reduziert werden. Auch viele Deutsche nicht-deutscher Abstammung vertreten diese Sicht.

 

(5) Es ist nicht rechtsextrem, die Zunahme von Messerdelikten und Antisemitismus sowie den Rückgang des schulischen Niveaus („Pisa“) mit der unbegrenzten Zuwanderung von Menschen fremder Sprache und Mentalität in Verbindung zu bringen.

 

(6) Es ist nicht rechtsextrem, einen Dualismus der Geschlechter zu behaupten und den „queeren“ Lobbydruck abzulehnen. Auch viele homosexuelle Menschen tun das.

 

(7) Es ist nicht rechtsextrem, die Schutzwürdigkeit menschlichen Lebens von der Zeugung an zu behaupten.

 

Die Demokratie beschädigt, wer die Meinungen 4–7 mit den Haltungen 1–3 in einen Topf wirft und Menschen, die 4–7 vertreten, aber 1–3 ablehnen, moralisch disqualifiziert. Für falsche Verbündete kann niemand etwas, das gilt für alle Positionen des demokratischen Spektrums.

 

Das Reich Gottes, das Jesus angesagt und durch sein Sterben und Auferstehen begonnen hat, wird alle Grenzen überwinden. Aber solange Zeit und Geschichte weitergehen, geschieht das unter den Bedingungen dieser Welt, die manchmal kaum zu ertragen sind. Die schreiende Ungleichheit des Lebens und Sterbens von Menschen auf dieser Erde kann nicht dadurch überwunden werden, dass alle nach Europa kommen. Umso wichtiger ist die Unterstützung von Bildungs-, Landwirtschafts- und Produktionsprojekten im globalen Süden.

 

 

23. Juni 2025

Peter Gerloff