Zehn Aussätzige

(„Komm, Herr, segne uns“)

 

Zehn hat er geheilt.
Neun sind’s, die verdrängen.
Einer dankt und teilt,
Neun jedoch verhängen
Schweigen über das,
was sie hilflos machte,
an den Abgrund brachte,
kränkend ohne Maß.

Nur der Eine wird
heil an Leib und Seele,
wird von Gott berührt,
kommt zur Lebensquelle,
nimmt die Ohnmacht an
und kann neu beginnen,
scheitern und gewinnen.
Das war Jesu Plan.

 

Sieh mein Leben, Herr!

Brüchiges und Krankes

hebe mehr und mehr

in das Licht des Dankes.

Alles sag ich dir,

auch durch Menschenohren,

und wie neu geboren

ist mein Herz in mir.