
Veni
redemptor gentium
Melodie
„Komm, du Heiland
aller Welt“
(GL 108)
Komm, Erlöser, Heil der
Welt,
der das letzte Wort behält,
aus der Jungfrau
Mutterschoß
tritt in Vollmacht,
anfangslos.
Nicht von alter Last
gebeugt,
göttlich neu, vom Geist
gezeugt,
tu dein Werk in Fleisch und
Blut,
Schöpferwort, das niemals
ruht.
Du bists, den Maria trägt,
der ihr ganzes Sein bewegt,
Maß des Guten in der Zeit,
Gegenwart der Ewigkeit.
Aus der Kammer, die dich
barg,
wächst du auf, gerecht und
stark,
Spross, der Gott und Mensch
vereint,
Wanderstern, der vor uns
scheint;
Sohn, vom Vater ausgesandt,
ihm in Liebe zugewandt,
folgsam bis ins Totenreich,
heimgekehrt ihm ewig
gleich.
Von der Krippe strahlt dein
Licht,
Feuer, das die Schatten
bricht,
Glanz, von dem die
Sehnsucht brennt
nach der Fülle des Advent.
Lob dir, Vater, Sohn und
Geist,
ein Gott, den der Glaube preist
stammelnd, da wir Pilger
sind,
jubelnd, wenn dein Reich
beginnt.
© Peter Gerloff
Conditor alme
siderum
Melodie
„Gott, heilger Schöpfer
aller Stern“
(GL 116)
Du ewger Schein des ewgen Lichts
riefst Staub und Sterne aus dem Nichts,
Befreier, der zum Leben führt:
erhör uns, Christus, guter Hirt.
Die Schöpfung war dem Tod geweiht.
Du aber teiltest Angst und Leid,
kamst in die Zeit, machst alles neu
und sprichst die Schuldbeladnen frei.
Beim Sonnenuntergang der Welt
entstiegst du, Sonne, deinem Zelt,
wuchst über alle Himmel groß
aus unverletztem Mutterschoß.
Was kurze Zeit für mächtig gilt
und prangend Erd und Himmel füllt –
wo du gebietest, wird es klein
und muss dir kniend dienstbar sein.
Der Kosmos, der von Lichtern glänzt,
gehorcht dem Wort, das ihn begrenzt.
Du bist es, der sein Maß bestimmt;
du bist es, den er sprachlos rühmt.
Du, Heiliger, bist unser Licht,
sprichst uns das Urteil im Gericht.
Den Lügengeist entmachte du
und führ uns deiner Herrschaft zu.
Ein Loblied, das nicht enden kann,
stimmt dir die neue Schöpfung an,
Gott Vater, Sohn und Heilger Geist,
Dreieiner, der die Liebe heißt.
Amen.
© Peter Gerloff
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