Stephan von Ungarn

(„Wohl denen, die da wandeln“)

 

Die Kirche gab den Rahmen,
der Glaube Gottes Glanz,
die Taufe Stephans Namen,
die Krönung Kreuz und Kranz:
so geistgewappnet führtest du
das stolze Volk der Ungarn
Christus, dem Höchsten, zu.

Aus ungezähmten Horden,
erpicht auf Raub und Brand,
ist gute Saat geworden,
ein reich erblühtes Land,
und du, Sankt Stephan, bliebst ihr Stern
Jahrhundert um Jahrhundert,
König im Dienst des Herrn.

Verfassung und Gesetze
verdrängten Herrschermacht.
Doch ohne Gottes Schätze
bedroht sie Chaosnacht.
Trag deine Krone vor uns her,
vor Ungarn und Europa,
König und Heiliger.