Sankt Martin

 

Melodie

„Nun danket all und bringet Ehr“

(GL 267)

 

oder: Musik

 

Zeigt euer Licht, erzählt es nun:

Sankt Martins Tag ist da!

Rühmt seinen Glauben und sein Tun,

ihr Christen fern und nah.

 

Dienst tat er in des Kaisers Heer

mit Eifer, Stolz und Mut;

doch tief im Herzen suchte er

nach einem größern Gut.

 

Als er dem Bettler in der Nacht

den halben Mantel ließ,

hat er sich auf den Weg gemacht,

den Christus selbst ihm wies.

 

Das Amt des Bischofs schreckte ihn

– man drängte ihn zum Thron –,

weil Macht und Glanz ihm wertlos schien

im Tausch für Gottes Lohn.

 

Er lehrte seines Herrn Gebot

vor Kaiser, Fürst und Knecht.

Er gab den Armen Kleid und Brot,

war gütig und gerecht.

 

Er brachte Christi gutes Wort

den Menschen rings im Land.

Und als er starb an fremdem Ort,

war er in Gottes Hand.

 

Heiliger Martin, bitte du,

dass Gott uns nahe ist,

und rede jedem Herzen zu,

wenn es sein Ziel vergisst.

 

Du Hirt der Armen, Gottes Freund,

geliebt von Groß und Klein,

sei uns ein Licht, bis wir vereint

mit dir in Gott uns freun.

 

© Peter Gerloff

 

 

 

  

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