Mene
tekel
(„Lasst uns loben, freudig
loben“)
Worte
kamen, Worte blieben
wie von Geisterhand geschrieben
an der Wand des Königssaals.
Gottes unheilvolles Zeichen
ließ den Lästerer erbleichen
bei den Resten seines Mahls.
Keiner von Belschazzars Leuten
wagte Schrift und Sinn zu deuten,
nur ein Mann aus Israel.
„Aufgeteilt und abgewogen
und zur Rechenschaft gezogen!“
las der fromme Daniel.
Mene tekel! Wer Gott leugnet,
sich den Tempelschatz aneignet
und das Heilige entweiht,
selbstgemachten Göttern huldigt
und die Freveltat entschuldigt,
stürzt in Nacht und Dunkelheit.
Gott, entsündige und rette
unsre Länder, unsre Städte,
deine Kirche, deine Welt,
dass wir deinen Namen ehren,
uns im wahren Dienst bewähren
und die Götzenmacht zerfällt.