Keine Bilder – ein Bild

(„Laudate, omnes gentes“)

 

Du, Gott, bist Quell der Schönheit,

mit Augen nicht zu sehn.

Die Dinge sind wie Schatten.

Dein Licht allein ist schön.

 

Du, Gott, bist Quell der Wahrheit.

Kein Menschenblick sieht klar.

Die Bilder sind wie Schatten.

Dein Licht allein ist wahr.

 

Du, Gott, bist rechtes Urteil.

Uns täuschen Gut und Schlecht.

Begriffe sind wie Schatten.

Dein Licht nur ist gerecht.

 

Wir möchten dich besitzen,

allmächtig sein wie du.

Wir sperren dich in Bilder

und sagen „Gott“ dazu.

 

Doch du zerschlägst sie alle

mit deinem Ursprungsglanz,

schaffst uns zu deinen Bildern,

und Christus ist es ganz.