Johannes Maria Vianney,

Pfarrer von Ars

 

 

I

 

Melodie

Gott ruft sein Volk zusammen

(GL 640)

 

oder: Musik

 

Wen Christi Wort verwandelt:

„Ihr sollt vollkommen sein!“,

wer geht und danach handelt,

aufrecht und ohne Schein,

der kann sich selbst nicht schonen,

spürt Gottes Willen nach,

und spottende Dämonen

plagen ihn tausendfach.

 

Wen Christi Wort verwandelt:

„Du sollst mein Hirte sein!“,

wer geht und danach handelt,

ehrlich in Ja und Nein,

der macht die Not der andern

zu seiner eignen Not

und muss mit ihnen wandern

durch Sünden, Leid und Tod.

 

Du wurdest so verwandelt,

Johannes Vianney.

Du hast als Hirt gehandelt,

mutig in Wohl und Weh.

Du führtest deine Herde

in Gottes Gegenwart.

Erbitte für die Erde

Hirten von deiner Art!

 

© Peter Gerloff

 

 

 

II

 

Melodie

„Ich will dich lieben, meine Stärke“

(GL 558)

 

oder: Musik

 

Dank sei dir, Gott der Bundestreue,

für deinen Diener Jean-Marie!

Dass du ihn riefst durch Wort und Weihe,

dass er dem Kreuz Gestalt verlieh,

dass er ein Feuerzeichen war,

macht deine Nähe offenbar.

 

Nicht mit der Klugheit, die verblendet,

doch mit der Weisheit, die versteht,

mit Liebe, die sich selbst verpfändet,

statt mit dem Stolz, der Unheil sät,

hast du ihn fest in dir gemacht

und stärker als den Spuk der Nacht.

 

Da fingen Menschen an zu suchen,

für die du längst gestorben schienst.

Sie lernten segnen, statt zu fluchen,

und wurden froh in deinem Dienst.

Sie sprachen ihre Sünden aus

und fanden heim zum Vaterhaus.

 

Lass uns auf diesen Priester hören,

und höre ihn, der für uns spricht,

damit wir uns zu dir bekehren

und Spiegel werden für dein Licht.

Sieh, Herr, die Not der Zeit ist groß.

Lass deine Schar nicht hirtenlos.

 

© Peter Gerloff

 

 

 

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