Johann Nepomuk Neumann

(„Alles meinem Gott zu Ehren“)

 

Ausgebrannt und aufgerieben

warst du früh vom Bischofsamt.

So verzehrend war dein Lieben

und so hell warst du entflammt

für die Menschen aus der Ferne,

die der Glanz der Flaggensterne,

die der Ruf der Freiheit zog

und ihr Traum so oft betrog.

 

Dass im Land der Möglichkeiten,

in der stolzen neuen Welt,

in den ungeformten Weiten

und im Kampf um Brot und Geld

sich die Seelen nicht verloren,

nicht zu falschen Göttern schworen,

war dein großes Lebensziel

und kein Mühn dafür zu viel.

 

Christus in die Herzen säen,

Kirchen, Schulen, Heime baun,

zu verstreuten Schafen gehen

und auf ihre Nöte schaun,

Sünder retten vom Verderben,

zäh um Liebesgaben werben

war dein Streben Tag und Nacht

und hat reiche Frucht gebracht.

 

Bitte für die Heimaterde,

Tschechien, Deutschland, Österreich;

bitte, Hirt, für deine Herde

in Amerika zugleich,

dass wir Christi Werk vermehren

und sein Kreuz mit Taten ehren,

Bischof Johann Nepomuk,

bis der Herr uns sagt: „Genug!“