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Und schwamm das Holz des Kreuzes aufwärts, gegen die Wasser.

Da bargen sie es staunend und trugen es zur Kirche.

 

Legende vom Halterner Kreuz

 

 

Gegen den Strom

 

Melodie

„Mir nach, spricht Christus“

(GL 616)

 

oder: http://glauben-singen.de/lautspr.gifMusik

 

Der Strom der Zeit reißt alles mit,

die Dinge und die Seelen,

und jeder, der ins Leben tritt,

spürt machtvoll sein Befehlen.

Die Zahl allein, die Masse gilt.

Das Einzelne wird fortgespült.

 

Der Strom der Zeit fragt nicht nach Recht,

nach Wahrheit, Wert und Liebe.

Kein Wort so klug, kein Werk so echt,

das nicht stromabwärts triebe.

In Herz und Urteil dringt die Flut:

Was wendig mitschwimmt, das heißt gut.

 

Ein Holz geriet in diesen Fluss,

das sein Gesetz nicht bindet,

ein Holz, das dem gehorchen muss,

in dem das Dasein gründet.

Das Kreuz des Herrn, durch Leid und Tod,

schwimmt stromentgegen, heim zu Gott.

 

Wer dieses Holz erkennt und fasst,

kommt in der Flut zum Stehen,

lernt sich besinnen in der Hast,

lernt mit dem Herzen sehen.

Dein Kreuz, Herr, sei uns Maß und Halt

im Sog von Ängsten und Gewalt.

 

© Peter Gerloff

 

 

 

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