Eucharistische Anbetung
I Zur
Aussetzung
(„Nun danket all und bringet Ehr“)
Herr, die Monstranz ist deine Hand,
die uns die Gabe reicht,
verhüllt, verklärt im Strahlenrand,
dem keine Sonne gleicht.
Die Hand ist’s, die
die Wunde trägt
in Zeit und Ewigkeit,
die dich in unser Leben legt
und uns zum Reich befreit.
Wir beten, Herr, dein Geben an,
das, mit der Gabe eins,
niemals zu lange dauern kann,
Geheimnis deines Seins.
Du sagst den Jüngern: „Nehmt und esst!“
Und ehe sie es tun,
scheint Zeit und Leben ohne Rest
im Augenblick zu ruhn.
Nimm uns in diesen Augenblick,
Herr, jetzt und hier hinein.
Wir machen ihn zum tiefsten Glück,
um selbst Geschenk zu sein.
Und wenn uns deine Hand beim Mahl
das Brot des Lebens reicht,
glänzt in uns dieser Sonnenstrahl,
dem keine Sonne gleicht.
(„Wenn wir unsre Gaben bringen“)
Danke für die Zeit der Stille,
Herr, vor dir im Sakrament!
Danke für das Brot der Fülle
und das Licht, das immer brennt!
Danke für den Himmelssegen,
den dein Leib uns Sündern schenkt!
Danke, dass auf Alltagswegen
deine sanfte Macht uns lenkt!
Wenn uns Welt und Pflicht zerstreuen,
rufe unser Herz zu dir.
Tiefer kann uns nichts erfreuen
als das Wissen: Du bist hier.
Lass dich überall erkennen,
wo du uns gebrauchen willst!
Von der Hoffnung lass uns brennen,
die du wecktest und erfüllst.