Engelbert von Köln

(verfasst am 800. Todestag;

O Licht der wunderbaren Nacht“)

 

Du starbst im Kampf um Gut und Macht.

Wann ging es um den Glauben,

um Schätze, die kein Heer bewacht

und keine Diebe rauben?

Zu tief war Hirtendienst verstrickt

in Fürstenzwist und Rangkonflikt,

in Blutgewalt und Tränen.

 

Und dennoch hast du, Engelbert,

im harten Herrschaftsstreben

die Herrschaft deines Herrn geehrt

und ihm dich übergeben.

Für Köln, für Petrus kämpftest du,

ihm fügtest du Erträge zu,

ihm danktest du Erfolge.

 

Dein Tod, Verhängnis mehr als Mord,

hat dich ins Licht gehoben,

von Erdenleidenschaften fort

zur Klarheit und zum Loben.

Und Heilungen an deinem Grab

verklärten deinen Bischofsstab,

dein Suchen und dein Mühen.

 

Versöhnung, Gottes großes Ziel,

ist selten ohne Waffen,

nur durch Geduld und Mitgefühl

und Bundesschluss zu schaffen.

Und dennoch macht uns Christus Mut

und, Engelbert, dein Tod und Blut.

Erbitt uns Recht und Frieden!