Bonifatius

 

Zwei Lieder

 

 

 

I

 

Melodie

„Den Herren will ich loben“

(GL 261)

 

oder: Musik

 

Vereint mit allen Kindern

der spendenden Natur,

ihr opfernd, statt zu plündern,

und treu auf ihrer Spur:

so fänden wir in Bäumen,

auf Bergen und im Blitz,

im Zauber und in Träumen

verborgner Götter Sitz.

 

Doch eh die Irmensäule

und Donars Eiche sank,

brach Gottes Werk in Teile,

war Adam todeskrank.

Und kein Versuch zu flüchten,

nicht Rausch und Zauberei,

nur Liebe wird uns richten

und schafft die Erde neu.

 

Du hast das Kreuz erhoben,

an dem der Mensch ermisst,

dass Gott allein zu loben

und er ein Sünder ist.

Du hast das Kreuz verkündet

als Gottes Heilsbeschluss.

Mach stark, was du gegründet –

hilf, Bonifatius.

 

© Peter Gerloff

 

 

 

II

 

 Musik (Haydn)

 

Alles, was wir sehen, endet.

Nichts, was ist, entgeht der Zeit.

Was uns heute lockt und blendet,

ist schon bald Vergangenheit.

Aber was vor tausend Jahren

fruchtbar in die Erde sank,

lässt uns heute Heil erfahren

und weckt Hoffnung, Mut und Dank.

 

Deutschlands Größe und Verbrechen

stehn vor Gottes Angesicht.

Die mit deutscher Zunge sprechen,

erben Reichtum, Schuld und Pflicht.

Ziel und Maßstab auf der Reise

will uns Jesus Christus sein,

lädt auf immer neue Weise

uns zum Dienst am Leben ein.

 

Hilf, dass wir auf Christus schauen,

Bischof Bonifatius!

Du zogst aus, sein Reich zu bauen,

felsengleich im Zeitenfluss.

Deine Predigt, deine Mühen

und dein Tod auf letzter Fahrt

ließen Deutschlands Kirche blühen.

Stärk uns für die Gegenwart!

 

© Peter Gerloff

 

 

 

       Startseite