Barmherziger Vater

(„Herr, wir hören auf dein Wort“)

 

Fern von dir und sehnsuchtsschwer
schaut mein Geist nach Frieden aus.
Wie ein uferloses Meer
trennt mich Schuld vom Vaterhaus.

Kunstvoll schuf mich deine Hand,
doch die Träume sind verraucht.
Glaube, Liebe und Verstand,
Sinn und Ehre sind verbraucht.

Aber du erwartest mich.
Tief in mir erglänzt dein Bild.
Vor der Tür erblick ich dich,
Vater, der nicht zürnt noch schilt.

In die Arme schließt du mich,
nennst mich dein geliebtes Kind.
Auch der Bruder öffnet sich.
Freudentanz und Mahl beginnt.