Antonius der Eremit

 

Melodie

„Wer unterm Schutz des Höchsten steht“

(GL 291)

 

 

oder: Musik

 

Der Mann der Wüste sei gelobt,

der in der Einsamkeit bestand.

Von einem Höllenheer umtobt

hat er die Macht des Scheins erkannt.

Denn nicht von außen siegt der Feind,

der Menschen blendet und verführt.

Erst wenn ein Herz das Licht verneint,

geschieht es, dass er mächtig wird.

 

Die Kirche jauchzte: Sie war frei

von Drangsal und Verfolgungsnot.

Das Leid der Zeugen war vorbei,

doch auch die Kraft aus ihrem Tod.

Da hatte Gottes Feuergeist

schon einen neuen Brand entfacht,

ein Licht, das in die Wüste weist,

ins Menschenherz und seine Nacht.

 

Dort fand Antonius den Herrn,

und seine Läuterung begann.

Er wurde Zeichen, Weg und Stern

und lockte viele Brüder an.

Sei auch mit uns, Antonius,

wenn unser Herz den Mut verliert

und wieder in die Wüste muss:

führ uns zur Quelle, Seelenhirt.

 

© Peter Gerloff

 

 

 

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