Anselm

(„Wer nur den lieben Gott lässt walten

oder Alternativmelodie)

 

So sehr dein Lebensweg verschlungen,
voll Gegnerschaft und Kämpfen war,
so klar und von Vernunft durchdrungen
stellt sich für uns dein Lehren dar.
Das Glaubensdenken jeder Zeit
verdankt dir Tiefe auch im Streit.

Als Bischof klagtest du die Rechte
der Kirche bei der Staatsmacht ein
und wurdest Opfer der Geflechte
von Herrschaft, Gottesfurcht und Schein.
Als Lehrer war dir Maß und Lot:
Das denkbar Größte – es ist Gott.

Du dientest, Anselm, voll Vertrauen
dem Einen, der der Größte ist,
um darauf Wissenschaft zu bauen,
die das Geglaubte denkend misst.
Stärk unsern Geist, der Fragen stellt,
damit ihn Christi Kreuz erhellt.